Rundbrief aktuell



Rundbrief Nr.94 vom 01.02.2017

Liebe Tempelgeschwister, liebe Freunde,

es wird viel über wahre Freiheit geredet. Nur was ist wahre Freiheit. Ist es Zügellosigkeit.
Und eine Antwort, wie damit umgegangen werden kann, wenn Zügellosigkeit die Oberhand gewinnt, bekommen wir mit „Was geht dich das an“.

Herzliche Grüße,
Euer TB Manfred.



Wahre Freiheit
Nr. 490

Leider ist es unvermeidlich, einer Gedankenform, die heute auf der niederen, manasischen Ebene schnell Gestalt annimmt, zusätzliche Lebensenergie zuzuführen. So etwas geschieht eben auch schon dann, wenn man nur das Prinzip betrachtet, aus dem sich eine Gedankenform entwickelt, die dann auf der physischen Ebene zum Ausdruck kommt. Denn je mehr Lebensenergie einer Gedankenform zugeführt wird, desto schneller materialisiert sie sich und desto stärker wird sie. Die Gedankenform, von der ich im Augenblick spreche, drückt sich materiell bereits in einigen europäischen Ländern aus. Das wird auch in Amerika zwangsläufig der Fall sein, außer die Menschen ändern ihre Interpretation des Begriffs "persönliche Freiheit" radikal. Dieser Umstand veranlasst mich, dieses Thema eurer Aufmerksamkeit zu empfehlen.
Wie immer ist durch das Erwachen des einen Pols einer Kraft oder einer Sache auch schon das Erwachen des Gegenpols vorgezeichnet. Mit dem Erwachen des positiven Ideals der Freiheit im Bewusstsein der Menschen entsteht in manchen Menschen auch der negative Pol, nämlich schrankenlose Freiheit. Es handelt sich dabei um den Teil der Bevölkerung, der noch nicht zur Höhe des Ideals der Freiheit hinaufgelangt ist, wie es schon in den Seelen einer höher entwickelten Schicht dieser Bevölkerung lebt.
Die eine fundamentale, lebenswichtige Basis jeder echten Kultur ist das Ideal der Familie. Die Reinheit des Blutes und eine gesunde Nachkommenschaft hängen davon ab, dass Kinder der Verbindung eines einzigen Mannes mit einer einzigen Frau entspringen. Alles, was diese Basis antastet, diese Wurzel der Kultur, tastet die Kontinuität der Existenz eines Volkes an. Ein Mann oder eine Frau, die sich auf promiskuitiven Verkehr (häufigen Partnerwechsel) einlassen, machen sich eines folgenschweren Vergehens gegen das Volk schuldig, dem sie angehören.
Wie viele Fehler und Mängel die traditionellen Kirchen auch haben mögen, ihr Festhalten an der Heiligkeit der Ehe ist ein wirklich erlösendes Element. Ich spreche gerade jetzt von diesen Dingen zu euch, weil der Tag schnell herannaht, an dem eine bestimmte Wirkung dieser weltweiten Erschütterung, die ich einmal als Religionskrieg bezeichnet habe, und eine bestimmte Folge des Niederschlags der oben erwähnten Gedankenform über euch kommen wird. Sie sucht ja schon andere Völker auf diesem dunklen Stern heim.
Es ist der Tag, an dem jede Organisation, die gerade an der Macht ist, dafür plädieren, ja fordern wird, dass dieser promiskuitive Verkehr ohne Einschränkung vollzogen werden soll. Man wird als Begründung dafür angeben, dass doch die numerische Anzahl der Bevölkerung eines Landes aufrecht-erhalten werden müsse. Aber ich frage euch, ihr Männer, die ihr Frauen und Mütter, Schwestern und Töchter habt, ob ihr wirklich bereit seid, die falschen Ideen der persönlichen Freiheit in Sachen Sex, die jetzt von vielen in aller Öffentlichkeit diskutiert werden, zu akzeptieren. Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr mit ansehen müsstet, wie die Körper dieser Frauen und Mütter, Schwestern und Töchter Menschen in Raubtiergestalt auf Gnade und Ungnade ausgeliefert sind? Menschliche Raubtiere sage ich. Sie unterstützen jetzt schon aktiv die Maßnahmen der Behörden der genannten Völker. Es sind Männer und Frauen, deren Seelen mit den Nebeldünsten der Schwärmerei und des Wahnsinns gesättigt sind. Sie sind entweder zu träge oder zu betäubt, um die Raffinesse und Gefährlichkeit der ihnen dargebotenen Philosophie zu durchschauen.
Der Wappenschild einer Seele, die so sehr getäuscht werden kann, dass sie nicht mehr fähig ist, das Wort Freiheit so zu verstehen, wie andere es ganz natürlich verstehen, ist böse befleckt. Und sie wird sehr dadurch behindert! So weit ihr geistig über einer so schmählich getäuschten Seele steht, so sehr seid ihr verpflichtet, das Licht der Wahrheit, das ihr hiermit empfangt, überall zu verbreiten, wo ihr euch befindet. Das ist vor allem dann eure Pflicht, wenn ihr euch als künftige Menschenführer betrachtet.
Wenn ihr es unterlasst, so zu handeln, werdet ihr und euresgleichen die Verantwortung für das Andauern der geschilderten Verhältnisse tragen müssen. Ihr hattet 2000 Jahre lang die Möglichkeit, euch auf Voraussetzungen, welche die Reinheit einer Rasse und hohe Kultur ermöglichen, vorzu-bereiten und euch darüber zu informieren.
Vielleicht glaubt ihr mir nicht, dass man hier in Amerika, oder auch in England und Frankreich, solche Verhältnisse tolerieren würde. Aber überlegt nur einmal in aller Ruhe: Es gibt schon viele Gruppen von Männern und Frauen, die sich jetzt dafür einsetzen, die sonst allgemein akzeptierten moralischen Maßstäbe und Ideale über Bord zu werfen. Da brauchen nur noch einige wenige Sympathisanten zu diesen schon bestehenden Gruppen hinzuzukommen, und es bilden sich Zustände ungehemmter Zügellosigkeit heraus.
Es liegt eine schwere Verantwortung auf allen vernünftig denkenden Männern und Frauen, und es ist keine Zeit zu verlieren. Wahre Freiheit besteht in der Kraft und Fähigkeit, das Richtige zu tun, und zwar in jedem Augenblick. Der Mensch hat heute nicht die Freiheit der Wahl, die ihn befähigen würde, immer das Richtige zu tun. Er wird durch die Folgen seiner Zügellosigkeit, der er in der Vergangenheit nachgab, daran gehindert. Solange er, weil die geeignete Umgebung fehlt und er noch keinen höheren moralischen Sinn entwickelt hat, zu echter Freiheit der Wahl unfähig ist, muss er nach dem Ideal wahrer Freiheit streben. Strebt er aber ausdauernd danach, so wird er gewiss den Sieg erringen, wenn einmal der Zyklus beendet ist.
Aus Tempellehren Band 9
Was geht das dich an?„Was geht das dich an?“, sprach der Meister vor vielen Jahrhunderten. Auch heute noch spricht er so zu dir. „Was geht das dich an? Folge du mir nach!“ Toren mögen schmeicheln, Liebe mag rufen, Ehrgeiz mag winken, drängen und dich mitten ins Kampfgetümmel werfen. Glück und unsägliche Wonnen mögen dich locken, Verrat dich vernichtend zu Boden werfen und Rachedurst dich wieder aufrichten. „Was geht das dich an? Folge du mir nach!“ Ein Werk, eine Aufgabe habe ich in deine Hand gegeben und dir anvertraut. Bin ich dir nicht, da ich sah, daß du mich erkennen würdest, erschienen, um dir abermals zu sagen: „Liebst du mich mehr denn diese?“ „Weide meine Lämmer!“ Ja, zum zweiten und dritten Mal sage ich dir: „Liebst du mich?“ „Weide meine Schafe!“ Es gab einen, der liebte und lang ausharrte im Lieben, einer, der auch an der Brust des Meisters lag, als sie zusammen Abendmahl hielten. Von ihm hieß es, er würde nicht sterben. Doch der Meister sagte: „Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht das dich an? Folge du mir nach!“
Aus Lichter Höhe Band 3- S. 141


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