Rundbrief aktuell





Rundbrief Nr.96 vom 01.03.2017

Liebe Tempelgeschwister, liebe Freunde,

hier ein Vortrag von Friedrich(Fritz) Beer zur Jahrestagung 2012.

Herzliche Grüße,
Euer TB Manfred.



JETZT oder der Augenblick der EWIGKEIT
Vortrag von Friedrich Beer
Beim erstmaligen Sehen und Hören dieses Titels wird man wahrscheinlich die Unvereinbarkeit – die Unmöglichkeit, die beiden Begriffe Jetzt und Augenblick der Ewigkeit, als Gemeinsamkeit zu erkennen, wohl eher verneinen.

Zum einen das Jetzt – relativ leicht in einen gewissen Zeitrahmen zu binden, zum anderen den Augenblick der Ewigkeit, zeitlich unbegrenzt – ohne Anfang ohne Ende miteinander zu verbinden oder als Einheit zu sehen, wird uns wohl auch beim zweiten Blick nicht so ganz leicht fallen.

Und doch – je tiefer, intensiver wir uns mit diesen Begriffen befassen, umso mehr werden wir staunen, wenn uns die tieferen Zusammenhänge erkennbar werden.

Um den Ausdruck JETZT zu verstehen, müssen wir auch die sogenannte „Zeit“ mit einbeziehen, um diesen Begriff verstandes-mäßig einordnen zu können. Dazu sollte auch Erwähnung finden, dass Zeit nicht fliest, nicht dahingleitet, sondern einfach da ist, wie z. B. der Raum. Hier kann man auch die beiden Begriffe Raumzeit und Zeitraum einbringen.

Die Raumzeit zur Betrachtung. Hier wird man erkennen, dass alles durch Veränderung besteht. Alles, was geoffenbart wird vom Formlosen – in die Form- geschieht in Bewegung. Es ist nicht statisch, sondern immer in Veränderung. Werden und Vergehen!

Der Zeitraum – der uns zur Verfügung steht und der uns bleibt, um unsere Aufgaben zu erfüllen.

Da wir meistens nur den linearen Zeitverlauf verstehen können, ist das Jetzt – die Gegenwart, zurückliegend die Vergangenheit und vor uns die Zukunft. Oft (aber leider nicht immer) verweilen wir in der Gegenwart. Für ein späteres Verständnis sei hier nun auch gleich gesagt! Wir sind Teil des EINEN ewigen Lebens. Dasein im Hier und Jetzt ist gegenwärtig sein. Leben vollzieht sich immer in der Gegenwart.

Wenn wir nun zum JETZT zurückkommen, uns Gedanken machen über die Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen – oder auch nicht, das momentane JETZT zu gestalten, werden wir sehr schnell erkennen, dass dies nur in sehr beschränktem Maße möglich ist. Hier müssen wir nun zur tieferen Betrachtung auch unser Höheres Selbst, unser Niederes Selbst und zuletzt auch das Karmische Geschehen mit einbeziehen. Wir können uns das JETZT wie einen Punkt vorstellen, in dem alles enthalten ist. Er dehnt sich aus in verschiedene Richtungen, und dies ist das Empfinden von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Zeit ist die Grenze, die der Mensch dafür geschaffen hat, um physisch einen Begriff zu deuten, der psychisch nicht in einen Zeitrahmen zu drängen ist.

Wenn wir es schaffen in das ruhende JETZT einzudringen, die Verbindung mit unserem Höheren Selbst zu erleben, dann bedeutet dies zuerst einmal eine tiefe Ruhe – Einsamkeit ein scheinbares Verlorensein. Und erst in diesem wunderbaren Zustand werden wir die ganze Fülle des momentanen JETZT erfahren dürfen. Dies ist Erkenntnis – Verstehen und hier wird uns die Möglichkeit gegeben – geoffenbart, in unser jetziges Sein in Liebe einzugreifen. Dazu ein paar wunderbare Zeilen aus der Bhagavad Gita zu unserem wahren Selbst: „Es ist Brahma, das eine unteilbare Selbst aller Dinge, das höchste Sein, welches nimmer vergeht“.

„Es kann niemandem gezeigt werden, der nicht fähig ist, es zu sehen; das höchste Dasein wird nur dadurch endgültig bewiesen, dass man selbst zum Bewusstsein des eigenen göttlichen Daseins gelangt. Man kann einem Toten das Vorhandensein des Lebens und einem Schlafenden die Möglichkeit des Wachens nicht beweisen. Erst wenn man selbst zum Bewusstsein des göttlichen Daseins erwacht, wird es erkannt und bedarf dann keiner Beweise mehr. Das Kind im Mutterleib könnte sich, auch wenn es zu denken fähig wäre, keine Vorstellung von einem Leben außerhalb seines Gefängnisses machen; der erwachsene Mensch sehnt sich nicht nach diesem Zustand zurück.

Was den Menschen hindert, Gott sein wahres Ich, zu erkennen, ist die Täuschung des persönlichen Selbstwahnes, die ihn gefangen hält. Ohne eine Überwindung dieses Wahnes ist keine Gotterkenntnis möglich. Wie eine Schnecke sich durch keinerlei Anstrengungen das Licht der Sonne verschaffen oder sich fortbewegen kann, solange sie in ihrem engen Haus eingekapselt ist, so kann auch das Licht der Gotteserkenntnis nicht zum Bewusstsein derjenigen gelangen, welche in der Beschränktheit gefangen sind, die ihnen die Eigendünkel auferlegt. Brahm ist unteilbar. Das ewige „Ich“ aller Wesen ist nicht in die Wesen verteilt. Die ewige Wahrheit selbst, welche sich in einer unendlichen Vielheit der Erscheinungen offenbart, kann nicht analysiert und in Stücke zerlegt werden. Wer sie erkennen will, der muss seine Sonderheit verlassen. Wer Brahm erkennen will, der muss in das göttliche Dasein eintreten; er muss aus dem Schneckenhaus seines persönlichen Selbstbewusstseins in das Licht der Gotteserkenntnis hineinwachsen. Dies geschieht aber nicht durch das Spiel der Phantasie oder der wissenschaftlichen Vorstellung, sondern durch die auflösende Kraft der Liebe zum Guten in allem, welche die Kraft des Guten und der Geist der wahren Erkenntnis ist.

Die Persönlichkeit des Menschen ist die lebendige, denkende und empfindende Form, in welcher sich der wirkliche, geistige, erkennende Mensch zum individuellen Dasein entwickelt; sie ist aber nicht der wirkliche Mensch selber, sondern nur dessen Erscheinung, die Maske (Person), hinter der sich der wirkliche Mensch verbirgt. Wer nur sein persönliches Dasein kennt, und wem dies alles ist, der kann sein wahres Selbst (GOTT) nicht erkennen. Für ihn ist ein Aufgeben der Persönlichkeit eine Auflösung im Nichts. Aber für den Weisen, der zum wahren Bewusstsein gekommen ist, ist diese Entsagung ein Eingehen in das Allbe-wusstsein des göttlichen Geistes im Weltall (Nirwana).1)

Es ist allen (und damit meine ich wirklich Alle) nur zu wünschen, die Sehnsucht und daraus die Kraft zu entwickeln um diesen Weg zu gehen, der uns letztendlich in das Allbewusstsein des göttlichen Geistes führen wird. Bis dahin sind aber noch einige Dinge zu erledigen, einige Barrieren zu überwinden. Wie schon erwähnt, können wir uns das JETZT als einen Punkt vorstellen, in dem alles enthalten ist. Das heißt, alles was wir in der Ver-gangenheit erlebt haben – sind wir jetzt. Und alles, was wir jetzt sind – werden wir in der Zukunft sein – wenn nicht die Weichen jetzt verstellt werden.
Es liegt in unserem Ermessen, nach einer tiefen Innenschau verschiedene Veränderungen in unserem Dasein zu bewerkstelligen. Gewisse Einschränkungen, die dem Karmagesetz unterliegen, bleiben natürlich bestehen. Viel zu oft können wir Auswirkungen, die Vergeltungen dieses universalen Karmagesetzes nicht erkennen oder nachvollziehen, und finden sie nach unserem Urteilsvermögen ungerecht und unverdient.

„Das mosaische Gesetz „Auge um Auge, Leben um Leben“ ist in dem universellen Karmagesetz begründet. Während es vom gewöhnlichen menschlichen Standpunkt aus ein grausames Gesetz zu sein scheint, ist es in Wahrheit ein sehr barmherziges Gesetz, denn nur durch die Vollziehung seiner Beschlüsse ist Erlösung möglich. Ihr seid von den Wogen der Seelenerinnerung in der Sterbestunde eines jeden eurer vielen Leben als Mensch erfasst worden und habt die Gerechtigkeit der empfangenen oder im nächsten Leben zu erwartenden Vergeltung anerkannt. Aber bis jetzt habt ihr die Erinnerung an diese Aufzeichnung noch nicht als bleibenden Besitz; denn bei der Bildung neuer Gehirnzellen ist die Erinnerung an die Aufzeichnung vorübergehend ausgelöscht worden.

Jedoch eine Zeit – ein Leben wird kommen, da mit der Entfal-tung eines neuen Sinnes diese Aufzeichnungen wieder klar hervor-treten und dem inneren Auge offenbar werden.

Die Seelenqual, welche einer solchen Erfahrung unvermeidlich folgen muss, möchten die Initiierten der Weißen Loge euch ersparen, wenn ihr es ihnen nur möglich machen würdet.

Die brechenden Augen einer Mutter, eines Vaters, eines Kindes, eines Freundes, denen ihr unbewusst das Leben verkürzt habt, enthielten manche Anklage gegen euch, die ihr nicht bemerktet. Ihr habt niemals einen Mord beabsichtigt, aber durch eure Untreue, euren Verrat an ihnen oder anderen von ihnen geliebten Personen und an eurem Höheren Selbst und der Weißen Loge, habt ihr unwissentlich oder eigenwillig die Gesetze der Anklage und der Vergeltung in Bewegung gesetzt. Dann haben die unpersönlichen Elementalkräfte – die Werkzeuge, durch welche die Beschlüsse des Karmagesetzes ausgeführt werden – euch oder andere Menschen, ja sogar Dinge, die euch besonders wertvoll waren, heimgesucht. Wenn die Menschen unfähig waren, diese Kräfte abzuwehren sind die natürlichen Folgen eingetreten. Auf diese Weise wurdet ihr mit dem Karma der durch eure Taten Leidenden eng verbunden, mögen diese Taten bewusst oder unbewusst geschehen sein, und ihr müsst die Summe der so entstandenen Schulden in eurem gegenwärtigen oder in einem der nächsten Erdenleben bezahlen.

Oft beklagt ihr euch über die scheinbare Ungerechtigkeit eines Schicksalsschlages, der euch durch den Verlust eines teuren Men-schen getroffen hat. Aber wenn euren Blicken eine bestimmte Seite eures Seelengedächtnisses geöffnet würde, könntet ihr sehen, dass der Verlust gerechtfertigt war.

An den Folgen solcher karmischen Rückwirkungen auf das Unrecht, welches der Mensch dem Menschen zugefügt hat, krankt gegenwärtig die ganze Welt. Obgleich den Menschen das bekannt ist, behalten sie im Allgemeinen ihre alte Lebensführung bei.

Warnung, Ermahnung, Bestrafung genügen nicht sie daran zu hindern solches Karma aufzuhäufen, sobald ihre persönlichen Wünsche und Neigungen in Frage stehen. Wenn es sich dabei um einen angenommenen Schüler der Loge handelt, treffen die karmi-schen Schläge dichter und schneller, aber es darf nicht vergessen werden, dass es Schläge göttlichen Erbarmens sind.

Die durch die Befriedigung persönlichen Wollens und Ver-langens erreichte Genugtuung ist unendlich klein im Vergleich zu der Reue und dem Schmerz, sobald das Seelengedächtnis eine voll-ständige Szene der Folgen selbstsüchtiger Befriedigung aufleuchten lässt.

Die Größe, Schönheit und Heiligkeit der Wahrheit, Barmher-zigkeit und Treue werden dem Seher auch in einer solchen Stunde enthüllt werden. Beide Seiten seines Schildes werden dem Kämpfer zugleich sichtbar, wenn das Auge der Seele entsiegelt ist und die dem Schilde eingeprägten Bilder sich dem Blick darbieten. Ehe der Mensch gelernt hat, treu zu sein seinem Höheren Selbst, treu seinem verpfändeten Wort, treu seinen Verpflichtungen, die er in irgendeiner Weise gegen die Opfer seiner früheren Schwächen und Übeltaten, seiner Grausamkeit und Feigheit hat, kann er keinen großen Fortschritt auf der Lebensleiter machen, was er auch in anderer Weise leisten mag, um Fortschritte zu erzielen. Denn der Grundstein, auf welchem die Leiter steht, ist Treue, und ohne Treue hat das Leben keinen Sinn. Wenn das Bewusstsein zu der Erkenntnis erwacht, dass alles nichtig ist, sobald diese Kraft fehlt, dann erst kann der Schüler seinen ersten Schritt auf der Lebensleiter tun, welche schließlich zur Vereinigung führt. Nur so kann er das Recht auf den Titel des Kriegers des Lichtes erwerben.2)“ (Aus TL 146)

Nach diesen vielen Erläuterungen und Erklärungen wird es sicher leichter zu verstehen sein, wie sehr wir im karmischen Gesetz und seinen daraus resultierenden Maßnahmen verbunden sind. Diesen Anhäufungen von Verfehlungen den göttlichen Gesetzen gegenüber aus vergangenen und jetzigen Zeiten sehen wir uns heute, in der Gegenwart im Jetzt oder ewigen Augenblick, ausgesetzt.

Dazu kommen noch andere Folgen, die zum Beispiel aus Familien, Gruppen oder Volkskarma und Weltkarma entstanden sind. Auch dürfen wir all die Verletzungen, Prägungen und Konflikte aus diesem Leben und die Schmerzen und Ängste, die daraus entstanden sind, nicht außer Acht lassen. Sie sind nachwievor in uns enthalten. Wenn man sich die Vielfalt der Ängste, die den Menschen weltweit am weitergehen hindern, wie Angst vor Krankheit, die Angst vor dem Alter und Sterben, die Angst Partner, Freunde, Kinder zu verlieren, Ängste vor unseren tiefsten Veranlagungen, Arbeits-platzverlust, materielle Verluste usw., vor Augen führt, erkennt man ganz leicht, wie sehr wir dadurch leiden. Wir können uns weltweit umsehen, all die verschiedenen Menschen betrachten, und werden dabei leider erkennen müssen; wir alle sind permanent damit beschäftigt, unsere Sorgen, unsere Konflikte, unsere Ängste und Probleme abzubauen oder zumindest zu lindern.

Seit langen Zeiten reden die Menschen von Liebe und Frieden, wünschen sich Liebe und Frieden. In dieser großen Zeitspanne aber ist es bis heute nicht gelungen, dies umzusetzen. Stattdessen versuchen alle Menschen (Religionen, Politiker, Wirtschaftler etc.) andauernd die weltweiten Probleme zu lösen und schaffen damit meistens wieder neue Probleme, da unsere Gehirne ohnehin voll-gestopft sind mit Thesen, Problemen und Konflikten.

Eines dieser großen Probleme wird uns ja heute ganz besonders aufdringlich vor Augen und Gehirn geführt. Die EURO-Krise und ihr Währungsmanagement. Dabei müsste man sich eigentlich nur fragen, wo und wann hat jemals der Mammon eine Einheit, Liebe und Frieden geschaffen? Oder ist dies vielleicht nur das vorgeschobene Ziel, um der Herrschaft des Mammons ein weiteres lukratives Betätigungsfeld zu schaffen?

Als einzig richtige Erkenntnis nach all diesen Aufzählungen bleibt nur die klare Tatsache, dass wir mit unserem Intellekt, mit unserer egoistischen Einstellung, diese Probleme und Konflikte niemals lösen und beseitigen können. Wir müssen alle unseren derzeitigen Bewusstseinszustand verlassen, zugunsten eines höheren Bewusstseins. Der Grund ist relativ einfach. Wenn alle Menschen der Erde letztendlich die gleichen Probleme, die gleichen Konflikte haben, dann wird auch das Bewusstsein mehr oder weniger identisch sein. Und wie wir vorher schon gehört haben, reicht dieses Bewusstsein nicht zur Lösung der eigenen und weltweiten Probleme.

Und damit sind wir wieder im JETZT – in der Gegenwart – gelandet. Nur im JETZT sind alle diese Probleme, diese Konflikte zu lösen. Dies wiederum setzt voraus, diese Ebene des Jetzt nur in einer Stimmung der absoluten Wahrheit und Klarheit zu betreten. Denn nur in dieser Stimmung wird es uns gelingen unser niederes und doch so machtvolles niederes Selbst, ruhig zu stellen. Dann erst wird es uns gelingen, mithilfe unseres Höheren Selbstes, die Eintrittspforten „unserer“ persönlichen Freiheit zu betreten. Dies natürlich erst, nachdem wir uns entschieden haben, unsere Lebensphilosophie den inneren Bereichen, dem Höheren Selbst, zuzuwenden.

Diese Entscheidung, unseren Focus vom niederen Selbst immer mehr abzuziehen und dafür vermehrt dem HÖHEREN SELBST – unserer wahren Heimat zuzuwenden, bedeutet den größten und wichtigsten Akt unserer innen wohnenden Freiheit.

Jedem Menschen ist diese Freiheit gegeben, sich für den einen oder den anderen Weg zu entscheiden. Wenn wir uns für den lichten Weg entscheiden, dann werden wir erleben, dass sich immer mehr Fesseln unseres niederen Selbstes lösen. Diese Ausführungen mögen uns als relativ leicht und logisch erscheinen. Doch es gibt eine Hürde, die nicht ganz leicht zu überspringen ist. Es ist die Trägheit.

„Wenn wir die Trägheit nicht überwinden können, so können wir auch keine anderen Hindernisse überwinden. Die Trägheit wird uns immer dazu bringen, notwendigem Leiden auszuweichen oder den leichtesten Weg zu gehen. Trägheit ist das Gegenteil von Liebe. Tatsache ist auch, dass Nicht-Liebe der fehlende Wille ist, das eigene Selbst auszudehnen.3)

Wieder zurück zu dieser wichtigen Entscheidung, die jeder Mensch irgendwann fällen muss. Sie muss im JETZT oder im Augenblick der Ewigkeit gefällt werden. Diese Entscheidung in einen Zeitrahmen zu fassen ist nicht möglich.

Ebenso ist es nach meiner Meinung nicht möglich, jemandem Anleitungen, Verhaltensregeln für den Beginn seiner Reise nach Innen – zu unserem Höheren Selbst zu geben. Dies ist ein Weg, den nur jeder für sich alleine betreten und weitergehen kann. Sicherlich kann man dem Mitwanderer sagen, dass ein starker Wille und eine große Sehnsucht am Anfang seiner Reise vorhanden sein muss. Wenn der Wille und die Sehnsucht stark genug sind, so wird er auch einen Sog von der Höheren Seite spüren, der ihn in all seinen Bestrebungen unterstützen wird.

So wird es dann erst möglich, sich dem JETZT – dem Augenblick der Ewigkeit zu nähern. Es ist dies sicher keine leichte Aufgabe, muss es doch unser Ziel sein, in diesem Augenblick tagtäglich zu verbleiben und nicht nur kurze Zeit dort zu verweilen. Man kann sich vielleicht damit trösten, dass alles Geoffenbarte der Veränderung unterworfen ist und Veränderungen, die nun mal dem Ganzen zukommen, manchmal schmerzen.

Wem das nicht reicht, der könnte einmal vorsichtig ins Auge fassen, wie herrlich, wie liebevoll es sein muss, sich immer mehr seinem HÖHEREN SELBST zu nähern – letztendlich mit ihm zu verschmelzen.

Dieses ehrliche und demutsvolle Fortschreiten auf diesem Wege – die höheren Stufen der Erkenntnis, die dabei erreicht werden – lassen Kräfte auf seine Schwestern und Brüder, die vielleicht noch nicht soweit gekommen sind, fließen. Auch dies könnte einem ein stilles, freudiges Lächeln entlocken und ihn auf seinem weiteren Weg bestärken.





Mit einem kleinen Weckruf soll dieses Schreiben nun beendet sein, in der Hoffnung, wir alle mögen feststehen

IM AUGENBLICK DER EWIGKEIT.



AUF - AUF
IHR SCHWESTERN UND BRÜDER
ES IST ZEITFriedrich Beer
1) Dr. F. Hartmann - Die Erkenntnislehre der Bhagavad Gita.
2) Aus TL 146 - Seelenerinnerung.
3) M. Scott Peck.


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