Der Tempel der Menschheit

Thema des Monats

Thema des Monats

                             

                Lebensprinzip - Oktober 2017               

Erwartungen an die Jünger - Juli 2017






                                                                               FEUERELEMENTALE
                                                        
Aus TL zusammengetragen von Annegret Liebig
                                                                                        


Morgens, meine lieben Tempelgeschwister und Freunde, stehen wir auf, schalten das Licht, den Herd, die Kaffee-Maschine ein, duschen warm, decken den Frühstückstisch mit Porzellan und Silber, zünden eine Kerze an und genießen unseren Morgen-Kaffee, der von weit her kommt. Unsere Stube ist auch im Winter warm. Der Bäcker hat uns die leckeren Brötchen gebacken, in die wir mit unseren restaurierten Zähnen genussvoll hineinbeißen, um dann mit dem Auto oder dem Bus zur Arbeit oder zum Einkauf zu fahren.
Und bei all dem haben wir - meist ohne es zu registrieren und ohne dafür Dank zu sagen - den Dienst der FEUER - ELEMENTALE in Anspruch genommen. Dieser Dienst bestand darin, dass sie Wärme und Energie freisetzten. Ihre physische Behausung ist der brennbare Stoff, den wir so gedankenlos nutzen und verbrauchen damit wir es angenehm und bequem haben. Sie aber verlieren dabei ihre physische Wohnstatt. Und genau wie wir schätzen sie es nicht, ohne Bitte und Danke und ohne Mitspracherecht aus ihrer Wohnung im wahrsten Sinne des Wortes gefeuert zu werden, ohne dass man ihnen zu einer neuen Wohnstatt verhilft.
Wie wir es anstellen können, ihnen zu helfen, eine neue Wohnstatt zu erhalten, wurde uns im April/Mai 1933 im „Tempel Artisan“ gesagt:

                                                                              Das schöne Mantram
    Das Anzünden eines Feuers macht einen Ort denjenigen wert und traut, die des Feuers Heiligkeit und Schönheit erkennen. Das Entzünden eines Feuers, in welcher Art es auch geschehen mag, bewirkt immer in Bewusstsein ein leises Erbeben. Möge es sich um ein glühendes, offenes Herdfeuer handeln, die Pechkohle, die den Kessel zum Kochen bringt, das im Rost des Ofens eingeschlossene Feuer, womit das Essen gekocht wird, um das milde Kerzenlicht, welches den Altar weihen hilft oder um das Licht, welches Zimmer und Straßen durchflutet, um nicht zu sprechen von dem Emporsteigen des Tagesgestirns, das den Himmel mit seiner Strahlenfülle schmückt.
    Ein jedes von ihnen und alle zusammen rufen unsere geistige Erhebung und Verehrung wach, wenn wir auf den Sinn und die Stellung des Feuers im universalen Schöpfungsplan abgestimmt sind. Aus diesem Grunde hoffen wir, dass du das folgende Mantram gemeinsam mit uns dir einprägen und den Brüdern vom Feuernebel Dank sagen wirst, wann immer du ein Feuer entzündest, denn es wird dir zum Segen gereichen, wenn du es tust.“                    J. R.
       
    Ich bin im Begriff, ein Feuer zu entzünden.
      Euch, O Brüder vom Feuernebel,
               Ihr Herren der Heiligen Flamme und des Feuer
    und allen euren Dienern
       opfere ich tiefe Dankbarkeit.
            Mögen die Heimatlosen eine Heimat finden!


Aber nicht nur um uns herum sind die FEUER – ELEMENTALE. Auch in unserem Körper haben sie ihre physische Verkörperung. Doch selbst hier sind sie nicht sicher davor , vorzeitig vertrieben zu werden. Zwar gibt es keine Hexenverbrennung mehr, aber Blutvergießen und gewaltsamen Tod des Wirtes kann sie vorzeitig heimatlos machen.
„Die Zustände, in welche die gewaltsam vertriebenen Blut - ELEMENTALE verstrickt werden, können mit denen in Kamaloka („Hölle“) bestehenden Zuständen verglichen werden. Dort ist alles Verwirrung und unaufhörliche Veränderung, und folglich sind es leidvolle Zustände in verschiedenen Abstufungen,“ (Nr. 135) in die auch diese FEUER-ELEMENTALE verstrickt sind, bis ihre physische Lebenszeit natürlicherweise abgelaufen wäre. Dann wären sie in eine höhere Ebene aufgestiegen.
Die alten Weisen hielten diese FEUER-ELEMENTALE heilig und sie würdigten sie beim Entzünden eines Feuers mit einer Zeremonie, die den ELEMENTALEN zu einer höheren Lebensordnung verhalfen.
FEUER-ELEMENTALE sind die intelligentesten ELEMENTALE. Sie lassen sich zum persönlichen Dienst nur von den Initiierten beherrschen.
Ein Altar ist der heiligste Gegenstand im materiellen Weltalle. FEUER-ELEMENTALE wurden früher herbeigerufen, um Tempel, Heime, Herd und die Toten vor Schändung zu schützen.
Ein Feuerkreis, so glaubte man, wird jeden beschützen, der von einer Initiierten der Sorge der FEUER-ELEMENTALE anvertraut wurde. Sie werden denjenigen oder dasjenige zerstören, der oder das sie von der Ausübung ihrer Aufgabe gewaltsam abhält, und können nur von einem Initiierten daran gehindert werden.
„Die erste Lektion im Okkultismus über das Feuer ist dennoch sehr einfach. Würde ein Schüler der Weißen Loge immer daran denken, was er tut, indem er eine brennbare Substanz entzündet, und sich dabei auf einen bestimmten Gedanken konzentrieren, der Dankbarkeit für den zu leistenden Dienst einschließt und den Wunsch, einen Gegendienst zu leisten, so könnte zwischen den in der Substanz eingeschlossenen ELEMENTALEN und ihm ein Bund geschaffen werden. Der Gedanke würde auf der Astralebene Gestalt annehmen (wie jeder Gedanke es tut) und eine neue astrale Umgebung für das freigewordene ELEMENTAL liefern. Wie der Mensch nach einem Gedankenplan mittels natürlicher Stoffe äußere Wohnstätten herstellen kann, so vermag er diesen unendlich kleinen Lebewesen zu ihren Umhüllungen zu verhelfen, d. h. ihnen behilflich zu sein, aus den feineren Naturkräften dasjenige zu sammeln, was sie zunächst benötigen, um sich neue Verkörperungen, neue stoffliche Form zu bilden. Gleich den Menschen sträuben sie sich, gewaltsam vertrieben zu werden.“
Weil die FEUERELEMENTALE mutwillig, unwissend und ohne ihre Einwilligung und  Mitwirkung aus ihren Verkörperungen vertrieben werden, erregt das ihre Wut. „Der selbstsüchtige Gebrauch und das Vergeuden der Naturkräfte, die in brennbaren Stoffen aufgespeichert sind, ist die Ursache dafür, dass eine schreckliche, feurige, karmische Rückwirkung über die Menschheit kommen wird.“ (Nr. 157)
„Ein einziger Feuerfunke kann verursachen, dass Tausende von gewaltigen Bäumen von großem Umfang vernichtet werden und dass die Flammen über Felder und Ortschaften hinweg den Weg zu einem entfernten Fluss oder Meer freilegen. Der erste Wassertropfen, der durch den Boden auf die feurigen Massen im Inneren der Erde sickert, kann anderen den Weg bahnen, bis sich zuletzt eine Säule zischenden Dampfes entwickelt, die mächtig genug ist, um Erdreich und Felsen zu versetzen; und die FEUER- und ERD-ELEMENTALE können zu solcher Wut aufgestachelt werden, dass sie durch innere Erschütterung einen Kontinent zersprengen.“ (Nr. 310)
Mit Erschütterung haben wir letzten Monat das Erdbeben in Italien mit seinen vielen Todesopfern und Obdachlosen verfolgt.
Wir können dazu beitragen, dass sich die berechtigte Wut der ELEMENTALE nicht vergrößert, indem wir bewusster mit ihnen umgehen und unsere gewohnte Höflichkeit mit „Bitte“ und „Danke“ und selbstverständlich erbrachter Gegenleistung auch auf diese Ebenen ausdehnen. Hier haben wir noch viel von den Naturvölkern wie den Indianern und Aborigines zu lernen, die der Natur mit großem Respekt begegnen.

Wie immer mit Liebe,
Eure Annegret

   


Share by: